Film & Geschichte

Neue Studie wirft Licht auf die Nazi-Vergangenheit des „Berlinale“-Gründers

Von Stefan Steinberg, 31. Oktober 2020

Alfred Bauer (1911–1986) war nicht die einzige prominente Persönlichkeit des deutschen Films, die ihre Verbindungen zum Nazi-Regime lange verheimlicht hatte.

Sieben Tage im Mai (1964): Als Hollywood einen drohenden Militärputsch vor Augen hatte

Von Joanne Laurier und David Walsh, 28. Juli 2020

Der US-Film Sieben Tage im Mai (1964) ist gegenwärtig hochaktuell. Er zeigt eindringlich, wie in Amerika ein Militärputsch ablaufen könnte.

Ennio Morricone, ein Großer der Filmmusik, mit 91 gestorben

Von Marc Wells, 13. Juli 2020

Um Ennio Morricone trauern Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Für 70 Filme, deren Partituren er komponiert hatte, erhielt er wichtige Preise, und die Tonträger mit seiner Musik wurden mehr als siebzig Millionen Mal verkauft.

Französische Anwältinnen verteidigen Polanski und die Unschuldsvermutung

Von Will Morrow, 7. Juli 2020

Im März erschien in Le Monde ein offener Brief, der die Kampagne gegen den Filmemacher Roman Polanski kritisiert und wichtige demokratische Fragen thematisiert.

70. Berlinale: Eine Wiederentdeckung – „Hallelujah“ von King Vidor

Von Bernd Reinhardt, 30. März 2020

Vidor gehört zu den großen amerikanischen Filmregisseuren. Er drehte seine ersten Filme in der Stummfilmzeit. Sein letzter Film entstand 1980.

70. Berlinale: Die Irak-Lüge des BND und Persischstunden im Konzentrationslager

Von Stefan Steinberg, 24. März 2020

Dieser Artikel befasst sich mit Johannes Nabers Film „Ohne Titel“ (Curveball), eine politische Satire über den BND als Quelle der Lüge über Massenvernichtungswaffen im Irak, sowie mit Vadim Perelmans „Persischstunden“ (Persian Lessons)

70. Berlinale: „Speer goes to Hollywood“ – ein Weckruf gegen die Verharmlosung von NS-Verbrechen

Von Verena Nees, 9. März 2020

Es ist die bittere Realität, die das Publikum bei der Weltpremiere dieses dokumentarischen Films bei der 70. Berlinale einholt.

“Wir müssen die Gefahr des Umschreibens der Geschichte sehr ernst nehmen“

Von Verena Nees, 9. März 2020

Gespräch mit Vanessa Lapa, Regisseurin von “Speer goes to Hollywood”, während der 70. Berlinale

#MeToo geht gemeinsam mit faschistoiden Kräften gegen Roman Polanskis Film „Intrige“ vor

Von Alex Lantier, 18. Februar 2020

Die #MeToo-Kampagne versucht Roman Polanskis brillante Darstellung der antisemitischen Kampagne gegen den französischen Offizier Alfred Dreyfus zu zensieren und arbeitet dabei mit der reaktionären Macron-Regierung zusammen. Die sogenannte Dreyfus-Affäre gehört zu den bedeutendsten Ereignissen der modernen französischen Geschichte.

Intrige (J'accuse) – Roman Polanskis Meisterwerk über die Dreyfus-Affäre

Von Alex Lantier, 1. Februar 2020

Am 6. Februar kommt Roman Polanskis Film über die Dreyfus-Affäre in die deutschen Kinos. Er ist ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen Antisemitismus.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl – Der Nationalsozialismus aus Sicht eines Kindes

Von Stefan Steinberg, 25. Januar 2020

Der neue Film von Caroline Link kommt zur rechten Zeit, da die deutschen Eliten erneut Stimmung gegen Flüchtlinge machen und das Anwachsen faschistischer Strömungen begünstigen.

„Shusenjo: The Main Battleground of The Comfort Women Issue“ von Dezaki Miki

Ein Film über Kriegsverbrechen und Geschichtsrevisionismus in Japan

Von Isabel Roy, 30. November 2019

Der Film des japanisch-amerikanischen Regisseurs handelt von den sogenannten „Trostfrauen“, die in japanischen Kriegsbordellen des Zweiten Weltkrieges zwangsprostituiert wurden, und den Kontroversen darüber.

„Die Ungewollten“ – 80 Jahre seit der Irrfahrt der St Louis

Von Verena Nees, 11. November 2019

80 Jahre nach der Irrfahrt der St Louis mit über neunhundert jüdischen Flüchtlingen, die von Kuba, den USA und Kanada abgewiesen wurden, hat die ARD einen neuen Fernsehfilm von Ben von Grafenstein ausgestrahlt.

„Und der Zukunft zugewandt“ – ein Film über die stalinistischen Wurzeln der DDR

Von Bernd Reinhardt und Verena Nees, 9. Oktober 2019

Regisseur Bernd Böhlich wirft in seinem Film die Frage des „Geburtsfehlers“ der DDR auf, ihr Schweigen über die stalinistischen Verbrechen, denen die alten Bolschewiki wie Leo Trotzki und ebenso zahllose deutsche Kommunisten zum Opfer fielen.

Ehrenpreis für Margarethe von Trotta

Von Bernd Reinhardt, 13. Juli 2019

Bei der Verleihung der Deutschen Filmpreise Anfang Mai wurde die Regisseurin Margarethe von Trotta mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschen Filmschaffenden der Nachkriegszeit.

„Jahrestag der Revolution“ – abendfüllender Dokumentarfilm über die Russische Revolution wiederhergestellt

Von Gregor Link, 25. April 2019

Der sowjetische Filmemacher Dsiga Wertow produzierte 1918 einen abendfüllenden Dokumentarfilm über die Russische Revolution, der über hundert Jahre später wieder veröffentlicht werden konnte.

69. Berlinale: Ein neuer Film über Bertolt Brecht

Von Stefan Steinberg und Sybille Fuchs, 29. März 2019

Auf der diesjährigen Berlinale hatte die neue Brecht-Filmbiografie des für seine historischen Dokudramen bekannten und vielfach ausgezeichneten Regisseurs Heinrich Breloer Premiere.

„Trotzki“ auf Netflix: Eine toxische Mischung aus Geschichtsfälschung und unverhohlenem Antisemitismus

Von David North und Clara Weiss, 9. März 2019

Netflix präsentiert seinem weltweiten Publikum derzeit die virulent antisemitische Fernsehserie Trotzki, die ursprünglich 2017 vom russischen Staat produziert wurde.

Berlinale: Zwischen Identitätspolitik und Widerstand gegen Rechtsextremismus

Von Stefan Steinberg, 16. Februar 2019

Dass der Festivaldirektor Dieter Kosslick kurzfristig entschieden hat, den Film Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto ins Programm zu nehmen, ist ein Zeichen für den wachsenden Widerstand in Künstlerkreisen gegen die extreme Rechte in Deutschland

„Ich habe mich auf die DDR eingelassen“

„Gundermann” – der neue Film von Andreas Dresen

Von Bernd Reinhardt, 13. Oktober 2018

Gerhard Gundermann (1955-1998) war ein DDR-Liedermacher der 80er und 90er Jahre.

Berlinale Retrospektive: Zwei Blicke auf die Arbeiterbewegung

Von Bernd Reinhardt, 5. April 2018

Die Filme „Brüder“ (1929) und „Kameradschaft“ (1931) reflektieren die Stimmung unter Arbeitern Ende der 20er Jahre: ihr Bedürfnis nach gemeinsamen Kampf und internationaler Solidarität.

Berlinale Retrospektive: „Weimarer Kino – neu gesehen“

Von Bernd Reinhardt, 31. März 2018

Die Retrospektive der diesjährigen Berlinale stellte Filme vor, die in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit gerieten, wie viele ihrer Regisseure.

„Babylon Berlin“, eine aufwändige Fernsehserie über die 1920er Jahre

Von Sybille Fuchs, 21. März 2018

Die bislang wohl teuerste deutsche Fernsehproduktion zeigt Berlin im Jahr 1929.

„Tannbach“: Die 60er Jahre

Von Sybille Fuchs, 20. Januar 2018

In der zweiten Staffel der ZDF-Serie „Tannbach“ stehen sich Anfang der 1960er Jahre im Kalten Krieg Ost und West feindlich und hoch gerüstet gegenüber.

Der neue Mensch – Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland

DVD-Filmedition

Von Bernd Reinhardt, 20. Dezember 2017

Die sehenswerte DVD-Edition umfasst acht ausgewählte sowjetische Dokumentar-, Animations- und Spielfilme der Jahre 1924 bis 1932.

Filmempfehlung der Woche

Die einmalige Filmdokumentation der Russischen Revolution: „Tsar to Lenin“

Von der Redaktion, 6. November 2017

„Tsar to Lenin“ gehört seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1937 zu den brillantesten Dokumentarfilmen des 20. Jahrhunderts.

67. Berlinale – Teil 2

Zwischen den Fronten – über den Film „Django“

Von Bernd Reinhardt, 6. März 2017

Die zeitlos scheinende Musik Django Reinhardts lässt leicht vergessen, dass sie einer sehr realen, unruhigen Welt entsprang.

Zeit für Legenden

Jesse Owens und die Olympiade von 1936

Von Alan Gilman und David Walsh, 20. August 2016

Der Film von Stephen Hopkins dreht sich um die entscheidenden Ereignisse im Leben der afroamerikanischen Sportlegende Jesse Owens, der bei der Olympiade 1936 in Berlin vier Goldmedaillen gewann.

Free State of Jones: Ein Dreifachhoch!

Von Joanne Laurier, 26. Juli 2016

Der Film von Gary Ross lässt ein äußerst interessantes, aber nur wenig bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte wieder aufleben.

Filmbesprechung:

„All the way“ - Lyndon B. Johnson und die Bürgerrechtsbewegung

Von Charles Bogle, 9. Juli 2016

Der HBO-Fernsehfilm über die Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson (1963-1964) verdient Lob, weil der er authentisch einige der wichtigen Themen des ersten Regierungsjahrs von Johnson aufgreift.

Der Film Son of Saul im Land der Täter

Von Verena Nees, 8. April 2016

Ausgerechnet in Deutschland wurde dieser herausragende Film lange blockiert und erst in die Kinos gebracht, nachdem er internationale Preise gewonnen hatte.

Eine moderne Antigone

Son of Saul von László Nemes

Von Dorota Niemitz, 8. April 2016

Der Debütfilm des ungarischen Filmregisseurs László Nemes behandelt eineinhalb Tage des Lebens eines Mitglieds des Sonderkommandos in Auschwitz II-Birkenau.

Eine wirkliche künstlerische „Avantgarde“ erfordert, sich den entscheidenden historischen Fragen zu stellen

Von David Walsh, 5. März 2016

David Walshs Essay befasst sich mit der Frage, ob es heute eine künstlerische Avantgarde gibt – und falls nicht, wie sie aussehen könnte und auf welche Themen sie eingehen müsste.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“

Von Sybille Fuchs, 3. Oktober 2015

Der neue Film über den Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der am Donnerstag in die Kinos kam, ist bereits der dritte innerhalb weniger Jahre über diese wichtige Persönlichkeit.

Eindrucksvoller Dokumentarfilm über Naziverbrechen:

Night will fall

Von Paul Mitchell, 5. Dezember 2014

Der Film Night Will Fall beruht auf einer bemerkenswerten Arbeit: Der Film German Concentration Camps Factual Survey zeigt die furchtbaren Verbrechen des Holocaust aufrüttelnd und präzise.

„Im Labyrinth des Schweigens“ – ein Film über den Frankfurter Auschwitzprozess

Von Sybille Fuchs, 12. November 2014

Der Film von Giulio Ricciarelli setzt sich mit der Vorgeschichte des ersten Prozesses gegen KZ-Verbrecher vor einem bundesdeutschen Gericht auseinander, der Anfang der 1960er Jahre in Frankfurt stattfand.

The Cut, eine Geschichte über den Völkermord an den Armeniern

Von Hiram Lee, 8. November 2014

Der Film des türkisch-deutschen Filmemachers Fatih Akin erzählt eine Geschichte über eine Familie, die durch den Völkermord an den Armeniern 1915 auseinandergerissen wird.

DDR-Künstler und Stasi

Von Bernd Reinhardt, 5. November 2014

Der Künstler und Stasi-Spitzel Sascha Anderson war eine zentrale Figur der jungen DDR-Literaturszene der achtziger Jahre.

Ein großer sowjetischer Film über den Zweiten Weltkrieg

Nie wieder Krieg! Die Antikriegsbotschaft von Die Kraniche ziehen (1957)

Von Dorota Niemitz, 5. Juli 2014

Der Film ist die Geschichte zweier junger Leute, Boris und Weronika, die sich lieben und heiraten wollen. Sie schieben ihre Pläne auf, als die Wehrmacht 1941 in die UdSSR einfällt.