Leserbrief zu „IBM führt globale Tagelöhnerei ein“

Von einer Leserin
14. Februar 2012

Dieses “Cloud”(Wolke)-Modell ähnelt in etwa meiner jetzigen Arbeit. Ich bin eine „Zeitarbeiterin auf Abruf“ bei einer großen Firma in San Francisco. Ich bin bei der Firma nicht fest angestellt, sondern ich bin dort ausgebildet worden und werde jetzt für spezielle Aufgaben und Projekte bestellt, oder wenn ein Festangestellter erkrankt oder in Urlaub ist. Der Stundenlohn ist gut und es ist ein angenehmes Arbeitsklima, aber ich weiß nie, wann oder wie viele Tage ich in der Woche arbeiten werde, oder ob überhaupt. Es kann passieren, dass ich mehrere Wochen nicht bestellt werde.

Derzeit bekomme ich Arbeitslosengeld, das mir mein vorheriger Arbeitgeber verweigern wollte. Ich musste mich dagegen wehren und vor Gericht ziehen, um mein Arbeitslosengeld zu bekommen. Das kommt nach Angaben des Arbeitsamts und von Anwälten, mit denen ich mich beraten habe, immer häufiger vor.

Die Vorstellung gefällt mir gar nicht, dass ich auf einer “Facebook-ähnlichen” Site wie ein Stück Vieh auf dem Markt mit allen meinen persönlichen und finanziellen Daten ausgestellt werden soll. Aber so werden wir Arbeiter offensichtlich heute von diesen Konzernen gesehen.

Carolyn

siehe auch:

IBM führt globale Tagelöhnerei ein

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